Windenergie

Strom aus Windernergie / Windkraft

Schon seit alten Zeiten wird der Wind zur Gewinnung von Energie genutzt.
Älter oder zumindest genauso alt ist in dieser Hinsicht nur die Nutzung von Wasser.
Seit der Antike treibt man Windmühlen und Segelschiffe mit der Kraft des Windes an.
Auch im Segelflugsport ist der Wind, neben der Thermik, die Quelle des Auftriebs. Auch Sportarten wie das Kitesailing wären ohne Windkraft undenkbar.
Betrachtet man die Windnutzung zur Energiegewinnung physikalisch, so wird die kinetische Energie bewegter Luftmassen als Antrieb für verschiedene Systeme genutzt.
Als die Generatoren erfunden wurden, war es technisch nur noch ein kleiner Schritt, bis der Wind auch zur Stromgewinnung genutzt wurde.
Unter den erneuerbaren Energien gilt die Nutzung von Windenergie, neben der Stromgewinnung aus der Kraft des Meeres und der Solarenergie, als die erste Wahl.
Die Schadstoffbelastung der Umwelt ist auf so niedrigem Niveau, dass selbst engagierteste Umweltschützer sie als verträglich ansehen.
Wurde bei der Stromgewinnung anfänglich das Prinzip der Windmühlen zugrunde gelegt, zur bedient man sich heute neusten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung, um den Wirkungsgrad von Windkraftanlagen zu erhöhen.
An den Hochschulen hat sich ein neuer Wissenschaftszweig entwickelt. Die Strömungsmechanik. Es ist abzusehen, dass dieser Wissenschaftszweig in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Besonders wenn man bedenkt, dass der Ausstoß klimaschädlicher Gase wie CO² in den nächsten Jahren deutlich gesenkt werden muss.
Windparks und Windernergieanlagen haben eindeutig ein sehr hohes Zukunftspotential. Sie können praktisch unter fast allen landschaftlichen Bedingungen gebaut und eingesetzt werden. Dabei es ist nicht wichtig, ob die Parks im Gebirge, an der Küste oder im Binnenland positioniert werden.
Da der Wind nicht immer konstant bläst, entstehen bei der Nutzung von Windenergie einige grundlegende Schwierigkeiten, die von der Forschung noch zu lösen, oder zum Teil schon gelöst sind.
Besonders in Zeiten der Spitzenlast, steht der Wind oftmals nicht in der benötigten Menge zur Verfügung. Deshalb wurden Techniken erdacht, um Windenergie zu speichern. Ein Beispiel dafür sind so genannte Pumpspeicherkraftwerke.
In Zeiten, in denen mehr Wind zur Verfügung steht als gebraucht wird, wird mit der Kraft des Windes Wasser in Vorratsbecken gepumpt. Bei der nächsten Flaute läuft dieses Wasser über Turbinen ins Tal und erzeugt so Strom. So ist es möglich geworden, Windenergie praktisch zu speichern und eine Zweitnutzung zuzuführen.
In Deutschland ist Windenergie die am stärksten genutzte regenerative Energiequelle. Waren es im Jahr 2006 noch fünf Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland, der durch Windenergie erzeugt wurde, so stieg der Anteil im Jahr 2007 schon auf acht Prozent an und wird weiter wachsen.